Breathwork umfasst bewusste Atemtechniken, die einen direkten Zugang zu deinem Nervensystem, deinem Körper und deinen inneren Prozessen ermöglichen.
Dabei beginnt Atemarbeit ehrlicherweise nicht erst in einer intensiven Session, sondern schon in dem Moment, in dem wir anfangen, bewusst zu atmen. Wir atmen etwa 20.000 bis 25.000 Mal am Tag, die meiste Zeit vollkommen automatisch. Sobald wir den Atem bewusst wahrnehmen oder verändern, beeinflussen wir bereits unser körperliches und emotionales Erleben.
Atemtechniken begleiten die Menschheit seit Jahrtausenden — unter anderem in yogischen, meditativen und spirituellen Traditionen. Besonders im westlichen Raum ist dieses Wissen lange in den Hintergrund geraten und wird heute zunehmend wissenschaftlich erforscht und neu eingeordnet.
Breathwork ist dabei nicht gleich Breathwork. Es gibt funktionelle Atemarbeit, die sich beispielsweise auf Atemmechanik, CO₂-Toleranz, Stressregulation und eine gesunde Alltagsatmung konzentriert. Gleichzeitig gibt es intensivere Formen der Atemarbeit, die bewusst mit veränderten Bewusstseinszuständen arbeiten und tiefere emotionale oder körperliche Prozesse anstoßen können.
In meiner Arbeit nutze ich vor allem Conscious Connected Breathwork — eine verbundene, rhythmische Atemweise, die dich aus dem ständigen Denken zurück in die Wahrnehmung deines Körpers bringen kann.
Durch den kontinuierlichen Atemfluss kann ein Zustand entstehen, in dem:
Der Atem wirkt dabei wie eine Brücke zwischen Körper und Psyche. Er kann dabei unterstützen, aus automatischen Reaktionsmustern auszusteigen, Stress bewusster zu regulieren und wieder mehr Verbindung zu dir selbst aufzubauen.
Breathwork ersetzt dabei keine Psychotherapie oder medizinische Behandlung, kann aber eine wertvolle körperorientierte Ergänzung sein, um Selbstwahrnehmung, Regulation und innere Stabilität zu fördern.
Trauma-informierte Atemarbeit bedeutet für mich, mit dem Körper und Nervensystem achtsam, dosiert und ressourcenorientiert zu arbeiten. Du bestimmst jederzeit Tempo, Tiefe und Grenzen der Erfahrung. Der Atem wird nicht „erzwungen“, sondern als Werkzeug genutzt, um Wahrnehmung, Selbstregulation und innere Sicherheit zu fördern.
Im Mittelpunkt stehen dabei nicht extreme Erfahrungen oder emotionale Katharsis, wie sie in sozialen Medien oft dargestellt werden. Intensive emotionale Reaktionen können in Atemprozessen zwar auftreten, sie sind jedoch nicht automatisch ein Zeichen von Heilung oder Fortschritt.
Trauma-sensitive Arbeit bedeutet deshalb nicht, möglichst viel „aufzubrechen“, sondern Überforderung zu vermeiden und die Fähigkeit des Nervensystems zu stärken, im Kontakt mit sich selbst zu bleiben.
Statt Intensität geht es um:
Durch achtsame Begleitung, klare Kommunikation, Pausen und Co-Regulation entsteht ein Raum, in dem du dich selbst wahrnehmen kannst, ohne dich dabei zu überfordern.
Der Fokus liegt nicht darauf, etwas aus dir „herauszuholen“.
Sondern darauf, deinem System neue Erfahrungen von Sicherheit, Selbstkontakt und bewusster Regulation zu ermöglichen.
Viele Strategien, die wir im Alltag nutzen – Ablenkung, Kontrolle, Konsum, Rückzug – sind Versuche, mit innerem Druck umzugehen. Breathwork setzt genau dort an, wo diese Muster entstehen: im Nervensystem. Statt Gefühle zu unterdrücken oder zu vermeiden, lernst du, sie im Körper wahrzunehmen und zu regulieren.
Dadurch kann sich etwas verändern:
Bewusstes, rhythmisches Atmen wirkt direkt auf dein Nervensystem. Es kann:
Dieser Ansatz basiert u. a. auf Erkenntnissen aus der Polyvagal-Theorie und aktueller Stressforschung.
Nach einer Breathwork-Session berichten viele von:
Entscheidend ist nicht nur die Session selbst, sondern wie sich diese Erfahrungen in deinen Alltag übertragen.Deshalb ist Integration ein fester Bestandteil meiner Arbeit – damit Veränderung nicht nur kurzfristig spürbar ist, sondern nachhaltig wirkt.
Ob im 1:1 oder in der Gruppe – Breathwork schafft einen Raum, in dem du dich wahrnehmen, regulieren und besser verstehen kannst.
Jede Session ist trauma-informiert, achtsam begleitet und auf dich bzw. die Gruppe abgestimmt, in einem sicheren, klar gehaltenen Rahmen.
Räume, in denen du dein Nervensystem regulieren, Spannung lösen und wieder bei dir ankommen kannst. Alle Klassen sind für jedes Level geeignet.
Im SLOWS · Mittwochs · 08:00 – 08:45
Breathwork, Meditation und Nervensystem Regulation, um geerdet in den Tag zu starten.
Om Shiva · Mittwochs · 13:00 – 13:45
Sanfte Dehnungen und bewusster Atem für weniger Spannung und mehr Balance im Alltag.
Im SLOWS · Freitags · 15:00 – 15:45
Breathwork, Somatische Übungen und Regulation um deine Woche sanft zu beenden.
Om Shiva · Freitags · 19:00 – 20:00
Bewegung, Breathwork und tiefe Entspannung, um die Woche bewusst loszulassen.